Ein Sendestandort in Portugal war
für internationale Sender zu Zeiten des Kalten Krieges
hochinteressant. Es war nämlich möglich, von dort auf
höheren Frequenzen Richtung Osteuropa und Moskau zu senden, ein
Jamming gestaltete sich insofern schwierig, als die
Jammingsender im Osten der Sowjetunion stehen müssten, um
Moskau zu erreichen. Wenn die Sendungen nun nachmittags kamen, standen
die Jammingsender bereits in der Nachtzone und waren wenig effektiv.
Und so wurden von den portugiesischen Standorten Gloria und Maxoqueira
sowie
Pals in Spanien Unmengen an Sendekapazität für Radio
Free Europe und Radio Liberty in Stellung gebracht, die Deutsche Welle
benutzt noch heute die Relaisstation in Sines. Der Kalte Krieg ist
vorüber, Jamming dieser Sendungen gibt es nicht mehr, und so waren
diese Riesenstationen obsolet. Die Sender wurden, sofern sie noch
halbwegs neu und brauchbar waren, abgebaut und auf die Pazifikinsel
Tinian gebracht, wo sie nun für Radio Free Asia Dienst tun. Der
Rest der Anlagen wurde in einem verwüsteten Zustand den
Portugiesen und Spaniern übergeben, die die Hinterlassenschaften
wegräumen konnten.
Hier die QSL von Maxoqueira:
Hier eine der ersten QSLs aus Sines aus
dem Jahre 1970, als die Station eröffnet wurde. Radio Trans Europa
hieß die Betreibergesellschaft, und zu den Zeiten, da die
Deutsche Welle die Station nicht nutzte, wurde Sendezeit z.B. an IBRA
vermietet.