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Herstellung
Holzpellets werden in den meisten Fällen in der Nähe des Verbrauchsortes
hergestellt. Allerdings ist das Netz der Produktionsbetriebe in
Deutschland noch nicht so dicht wie z. B. in Österreich. Als typische
Hersteller kommen große Säge- und Hobelwerke in Betracht, bei denen der
Rohstoff (Säge- und Hobelspäne) vor Ort als Koppelprodukt anfällt. Die
Späne werden meistens mit Abwärme aus den vorhandenen Heizkraftwerken
getrocknet und von Verunreinigungen befreit. Danach werden sie in
Hammermühlen auf eine gleichmäßige Größe gebracht und weiter in Rund- oder
Flachmatrizen zu den Pellets verpresst.
Pellets werden in Pelletieranlagen (Pelletpressen) hergestellt. Dabei wird
das Material mit großem Druck durch eine Stahlmatrize gepresst und
verbindet sich ohne Zugabe von Bindemitteln durch das holzeigene Lignin.
Beim Austritt aus der Matrize werden die Stränge durch ein Abstreifmesser
auf die gewünschte Länge abgeschnitten. Der Durchmesser der Pellets wird
durch den Durchmesser der Presskanäle vorgegeben. Durch einen
Matrizenwechsel kann die Stärke der Pellets verändert werden.
Der Energieaufwand bei der Pelletherstellung beträgt üblicherweise bei
Verwendung von trockenem Restholz ca. 2,7% des Energiegehaltes. Wird
hingegen feuchtes Industrie- oder Waldrestholz zur Pelletierung benutzt,
kann die benötigte Energie zwischen 3 und 17% betragen (Im Vergleich:
Bereitstellungsaufwand von Heizöl: 12%). Die meist vorhandene Nähe des
Herstellungsbetriebes lässt die Umweltbilanz noch besser ausfallen: Lange
Transportwege entfallen.
Weltweit werden (Anfang 2008) 14 Millionen Tonnen Pellets produziert Zur
Marktpreisentwicklung in Mitteleuropa siehe Abschnitt Brennstoffkosten im
Artikel Pelletheizung.
Normung
Holzpellets unterliegen Normen, in Deutschland der DIN 51731, in
Österreich den ÖNORMen M 7135ff; sie können auch nach DIN plus
zertifiziert werden, die die jeweils strengeren Werte der anderen Normen
verwendet.
Die Norm DIN 51731 ist kein Qualitätsindikator, da z. B. der Abrieb und
damit die Staubentwicklung nicht festgelegt sind und keine Prüfung der
Produktion nach dieser Norm erfolgt. Die in Österreich gültige M 7135 ist
wesentlich restriktiver.
Qualität nach ÖNORM/DIN
Daten laut ÖNORM M 7135 Anforderungen und Prüfbestimmungen bzw. DIN plus:
• 5–6 mm Durchmesser, 8–30 mm Länge
• Heizwert Hi größer als 18 MJ/kg = 5 kWh/kg = 3,25 kWh/l
• Schüttdichte 650 kg/m³; Materialdichte größer 1,12 kg/dm³
• Wassergehalt kleiner als 10 %
• Asche weniger als 0,5 %
• Maximalwerte für Schwefel und Chlor; Abrieb (wichtig wegen
Staubentwicklung beim Einblasen)
• bestehen zu 100 % aus Holz
• riesel- schütt- und einblasfähig, dadurch Lieferung im Tankwagen möglich
Da die Qualität der Holzpellets durch unsachgemäßen Transport oder
Lagerung leiden kann, regelt die ÖNORM M 7136 Transport und
Zwischenlagerung vom Hersteller bis zum Endkunden.
Die ÖNORM M 7137 Pelletslagern regelt die Lagerung beim Verbraucher und
soll „die Betriebssicherheit, den Brandschutz, die statischen
Anforderungen und die Erhaltung der Pelletsqualität sicherstellen“.
In Vorbereitung ist die ÖNORM CEN/TS 15210 (Teil 1: Pellets; Teil 2:
Presslinge) über Verfahren zur Bestimmung der mechanischen Festigkeit von
festen Biobrennstoffen.
Platzbedarf
Aufgrund der geringeren Energiedichte (zum Vergleich: Heizöl extra leicht
nach ÖNORM C 1109 hat einen Heizwert von mindestens 11,9 kWh/kg bzw. 10
kWh/l) und der kleineren Gesamtdichte wird für die Lagerung der gleichen
Energiemenge bei Pellets ca. dreimal soviel Raum benötigt wie bei Heizöl,
das volumensbezogene Öläquivalent für Holzpellets beträgt also 3,33
Liter/l OE.
Allerdings ist der Aufwand für die Lagerung wesentlich geringer, da
Sicherheitsmaßnahmen wie eine Ölauffangwanne oder regelmäßige
Dichtheitskontrollen entfallen können. Dadurch ist es meistens möglich, im
ehemaligen Tankraum die gleiche Energiemenge zu bevorraten. Die Pellets
müssen allerdings stets trocken gelagert werden, was in der Praxis
durchaus zu Problemen führen kann.
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 Wende Dein
Angesicht der Sonne zu, denn die Sonne schickt keine Rechnung ....
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